Kulturen kommen sich näher

Das Zusammenleben verschiedener Kulturen verläuft nicht immer reibungslos, häufig fällt es Schülern mit Migrationshintergrund auch schwer, sich in Klassen zu integrieren. Damit Integration auch funktionieren kann, sollen Kinder nicht nur die Sprache und die Kultur ihres neuen Heimatlandes kennen lernen, beide Kulturen sollen voneinander profitieren und sich austauschen.  Dies betrifft nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern der Migrantenkinder, denen häufig ihre Rolle und ihre Aufgaben in der Schulgemeinschaft erst näher gebracht werden müssen. Schon im April wurde ein Projekt mit dem interkulturellen Mediator Abdelouahed El Abchi an der Mittelschule „Joseph von Aufschnaiter“ begonnen, um genau dieses Zusammenleben zu stärken und die Schule zum Treffpunkt der Kulturen zu machen. Durch verschiedene Aktionen brachte man den Schülern die marokkanische Kultur näher. Im Mai wurde von einigen Schülern der Klassen eingekauft und gekocht, damit die Mitschüler das Feiertagsessen Cous Cous genießen konnten. Während die Schüler Gemüse schnitten, Cous Cous umrührten und den Tisch deckten erzählte der Mediator vom Leben in Marokko und den Gewohnheiten der Menschen dort. Pünktlich zur Mittagspause wurden dann die Gäste erwartet und bekamen sofort einen heißen Minztee als Willkommenstrunk. Beim Essen wurde auch eine freiwillige Spende verlangt, um mit dem Erlös traditionelle Spiele aus Marokko einzukaufen. Kurz vor Schulschluss war es dann endlich soweit und die Schüler konnten gemeinsam die beiden Spiele Trombia (ein Kreiselspiel) und das Kartenspiel Can‘t Copie ausprobieren. Wegen des schlechten Wetters konnten die Spiele nicht wie im Herkunftsland im Pausenhof gespielt werden, sondern man musste in die Bibliothek ausweichen. Es wurde sogleich ein Turnier organisiert, an dem Lehrpersonen und Schüler begeistert teilnahmen. Im nächsten Schuljahr soll das Projekt wiederholt werden und alle Schüler der Mittelschule die Möglichkeit bekommen, diese Spiele aus Nordafrika auszuprobieren.

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