Hallo-Ciao-Maroc Juli 2010

Nachbereitungstreffen der TeilnehmerInnen am Projekt „Hallo Ciao Maroc“. Durch das eigene Fremdsein in Marokko, in Südtirol Brücken zwischen Kulturen schlagen

Am letzten Wochenende lud die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt die Mädchen und Jungen, die im Juli dieses Jahres beim Projekt „Hallo Ciao Maroc“ in Marokko dabei waren, ins Haus der Solidarität nach Brixen ein. In einem zweitägigen Treffen mit Übernachtung sollten die Erlebnisse als „AusländerInnen“ in einem arabischen Land nachbearbeitet werden.

nitiiert wurde der jugendaustausch „HalloCiaoMaroc“ vom Amt für jugendarbeit für die deutsche Sprachgruppe  und die OEW hat die trägerschaft übernommen.  zwischen südtiroler und marokkanischen Jugendlichen initiiert. Ziel war das Kennenlernen der Welt von Jugendlichen aus Marokko und die Entdeckung gemeinsamer Werte – jenseits von Religion oder Hautfarbe. Während eines einwöchigen Aufenthaltes in Familien konnten 13 Jugendliche aus Südtirol einen Einblick in die arabische Sprache bekommen und von Jugendlichen aus Rabat durch deren Alltag begleitet werden. Dadurch konnten intensive Kontakte zwischen Kulturen entstehen, wie sonst selten.

Zurück in Südtirol, zusammen mit den Begleitpersonen Katherina Longariva und Sonja Cimadom von der OEW, der Interkultureller Mediator und Berater  Abdelouached El Abchi sowie Gerda Gius vom Amt für Jugendarbeit, stellten sich die TeilnehmerInnen die Frage, wie sie ihre persönlichen und sozialen Erfahrungen weitergeben, und so zu wichtigen MultiplikatorInnen werden könnten. Wie können sie SüdtirolerInnen erreichen und deren Interesse für die arabische Kultur wecken oder Begegnungen mit MigrantInnen ermöglichen? „Die entstandenen Ideen sind viele“, erläutert Sonja Cimadom, „eine Schuleinheit um Geruch und Geschmack der arabischen Küche zu entdecken, ein Dorffest mit marokkanischen Spezialitäten, ein Fest für Jugendliche, um das Land Marokko zu erleben.

Mit Begeisterung erzählten die Jugendlichen von einzelnen Begebenheiten, reflektierten ihre Erfahrungen und überlegten, wie sie als Gruppe in Kontakt bleiben könnten, da sie diese als große Stärke erlebten. „Manchmal gab es sprachliche Hürden und es war manchmal nicht ganz leicht, sich in dieser uns fremden Welt zurechtzufinden, doch die Gastfreundschaft in den Familien war überwältigend, eine tolle Erfahrung, die ich mit hier im Alltag mitnehmen möchte“, erzählt Carina Matscher, eine Teilnehmerin.

Der Gegenbesuch von marokkanischen Jugendlichen wird im nächsten Juli stattfinden. Die Südtiroler Jugendlichen haben viele konkrete Ideen entwickelt, was sie mit ihnen unternehmen könnten bzw. vom Leben in Südtirol zeigen möchten. Bis dahin wollen sie über Facebook miteinander kommunizieren und auch über ihre Projekte informieren.

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