4=1: Kalender bringt Kulturen zusammen

4=1, vier Redewendungen zu einer Bedeutung in den vier in Südtirol meist vertretenen Sprachen (deutsch, italienisch, ladinisch und arabisch) in einem Kalender mit witzigen Illustrationen von Sibylle Vogel – so präsentiert sich der neue Kalender, herausgegeben von der OEW und dem Amt für Jugendarbeit und erschienen bei Edition Raetia. Er versteht sich als Instrument zur Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen.

Die Idee zu diesem interkulturellen Kalenderprojekt stammt von dem interkulturellen Mediator Abdelouahed El Abchi, der bereits im Jahr 2007 eine Anleitung für Südtiroler und arabische Kartenspiele in Arabisch und deutsch bei Edition Raetia herausgegeben hat. In Zusammenarbeit mit Petra Veneri und Ingrid Runggaldier vom Amt für Sprachangelegenheiten und mit den Sprachwissenschaftlerinnen Brigitte Foppa und Elisabeth Ramoser ist das Sprachmaterial, die Redewendungen, zusammengetragen worden.

Gerda Guis vom Amt für Jugendarbeit und die Organisation für eine solidarische Welt OEW haben das Projekt ideell und finanziell begleitet. Auch das italienische Amt für Jugendarbeit beteiligte sich an diesem Projekt. Die Weiterführung des Projekts ist bereits beschlossene Sache.

Auch Landesrätin Sabina Kasslatter Mur hat das Projekt des viersprachigen Kalenders gerne unterstützt. Zum einen, weil er eine kulturelle Bereicherung darstellt, und zum anderen, weil er eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit erfordert zwischen den Ämtern für Jugendarbeit, für Weiterbildung, für Schule und Kultur.

Auch in der Schule für den Erst-, Zweit- und Drittsprachenunterricht lasse er sich gut einsetzen, so Kasslatter-Mur. Daher werde sie für die Verbreitung des Kalenders in den Schulen sorgen. Kasslatter Mur betont die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen zum jeweiligen Verständnis zwischen den Kulturen.

In die gleiche Kerbe schlägt Silvia Pitscheider, Geschäftsführerin der Organisation für eine solidarische Welt OEW: Die Immigration werde zunehmen, die Gesellschaft Südtirols könne sich nicht dagegen verschließen. Die Angst vieler Südtiroler, die eigene Identität zu verlieren, sei historisch bedingt, legitimiere aber nicht die Ausgrenzung der neu Zugewanderten. Die Angst zu nehmen und den Austausch zwischen den Kulturen zu ermöglichen, das könne der Kalender „4=1“ leisten.

Der bei Edition Raetia erschienene Kalender ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.file:///Users/abdel/Desktop/4=1.1.jpg

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