Keine Integration ohne Partizipation

Interkulturelles Zusammenleben ist ein Prozeß, der sich über Jahren oder auch Jahrzehnten hinziehen kann. Der Verlauf dieses Prozesses hängt von vielen Faktoren ab, dennoch lassen sich in Groben drei Entwicklungsstufen feststellen uzw, die Stufe der Wahrnehmung, die Stufe des ersten Kontaktes und die Stufe des interkulturellen Zusammenlebens. Der Prozeß des interkulturellen Zusammenlebens beginnt oft auf der Stufe des ersten Wahrnehmens.
A/ Wahrnehmen.
Fremde und Dorf begegnen sich. Etablierte Einwohnerinnen und Einwohner stehen Neuzuziehenden gegenüber. Sie werden wie durch eine unsichtbare Wand getrennt.
B/ Erste Kontakt- und Kommunikationsversuche
Die zweite Entwicklungsstufe ist nicht mehr durch ein so klares Gegenüber gekennzeichnet; es ist eher eine Phase des anfänglichen Kontaktes, begrenzter Kommunikationsversuche und Differenzierungen.
Diese Phase des ersten Kontaktes und der Kommunikationsversuchen hat zwei besondere Merkmale: Die Fremden werden nicht mehr ausschließlich als fremd wahrgenommen, d.h. Fremdheit ist nicht mehr ihr einziges typisches Merkmal. Die Wahrnehmung beginnt sich zu differenzieren.
Dies gilt dann auch vice versa: Die Fremden beginnen festzustellen, dass das Dorf keine homogene, geschlossene Welt ist.
Sie müssen im Ort langsam akzeptiert sein, sonst können sie ihre Rolle gar nicht ausfüllen. Bewusst handelnde Menschen spielen auf dieser zweiten Stufe eine ganz wichtige Rolle.
C/ Interkulturelles Zusammenleben
Die dritte Entwicklungsstufe ist mit dem Begriff des interkulturellen Zusammenlebens zu bezeichnen. Interkulturelles Zusammenleben verstanden als gerechtes Miteinander, nicht als Anpassung des Fremden.
Häufig wird dann von Integration gesprochen, wenn eigentlich Assimilation gesagt werden müßte: Das Fremde muß angepasst werden; die Minderheit muß sich der Mehrheit anpassen.
Echte Integration und interkulturelles Zusammenleben ist jedoch ein wechselseitiges Respektieren der Andersartigkeit, der Unterschiedlichkeit.
Interkulturelles Zusammenleben heißt Respekt, Akzeptanz der Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit.
Von zentraler Bedeutung für einen gelingenden Integrationsprozess sind aber nicht nur Reden, sondern auch viele sinnliche Kommunikationsmittlen wie z.B. die Rituale gemeinsamer Arbeit und  Feier zusammen feiern.

Naprosyn

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