Ausländer Zuerst…

Fremdsein und die 40…Politiker

Salam Liebe Südtirolerische Jugendlichen,

Der Umgang mit Jugendlichen aus anderen Kulturkreisen ist zugleich ein Umgang mit euch selbst. Eine Monokultur kann nicht mehr in unserer aktuellen Gesellschaft leben. Ich habe viele von euch in der Schule, bei Seminaren, in Workshops oder in Jugendzentren kennen gelernt und wir haben viel über das Thema Fremdsein, sich fremd fühlen diskutiert. Diejenigen unter euch, die schlechte Erfahrungen mit den Ausländer gemacht haben, haben vielleicht auch erkannt, dass nicht alle Ausländer gleich sind, dass es Menschen sind, die sich unterschiedlich. Fremd sein, heisst nicht automatisch schlecht sein, sondern anders sein und diesem anders sein „ausländerfeindlich“ gegenüber stehen ist keine Problemslösung, sondern “Problemloschung”.
Ich habe auch negative Erfahrungen mit einige Einheimischen gemacht und trotzdem versuche ich  immer wieder nicht in  Kliche zu rutschen. Im  Gegenteil ich versuche mich mit ihnen im Gespräch zu begegnen und mich mit ihren Vorurteilen zu konfrontieren. Außerdem ist es wichtig, uns allen Zeit zu gegeben. Zeit zum Kennen lernen, Verständnis entwickeln und Ängste überwinden. Wir brauchen Zeit um die Sprachen z u lernen damit wir in Kontakt mit den Einheimischen treten können.
Es ist nicht leicht schnell in Südtirol Sprachen zu lernen. Stellt euch vor, ihr seid in einem Land, in dem drei Sprachen gesprochen werden und ihr müsst mindestens zwei davon lernen? Wie lange braucht ihr um die Sprachen und Kulturen kennenzulernen. Vielleicht könnt ihr euch einmal in ein Land begeben, in welchem ihr keine Sprache beherrscht und dann begegnen euch die Leute auch noch unfreundlich…Vielleicht kann euch das helfen um die Ausländer besser zu verstehen. Ich spreche oft mit Ausländern und versuche ihnen zu erklären, dass sie die Sprachen lernen müssen und auch den ersten Schritt machen können um sich besser in der Gesellschaft zu integrieren.
Es gibt keine Alternative für das Zusammenleben der beste Zeitpunkt, um einen Streit zu gewinnen, ist der, ihn gar nicht zu einem Streit werden zu lassen. Einige Parten versuchen euere Ängste zu verwenden um euch für sich zu gewinnen. Wir sollten eine Basis zwichen uns (terre à terre) schaffen durchKommunikation und Toleranz und eine Vision für einereiche Zukunft mit verschiedenen Werten. Ich rede auf Italienisch mit den Italienern, auf Deutsch mit den Südtirolern, auf Französisch mit den Senegalesen und lerne jeden Tag viel von ihnen und wenn ich schlafen gehe, dann freue mich am nächsten Tag meine Gesellschaft zu treffen.

Ich war bei einem Treffen einer Partei im Wahlkampf, die die Daten von Ausländer total falsch verwenden. Wie können wir der Politik Vertrauen, wenn einige Politiker nicht authentisch sind!! Die Zukunft unserer Gesellschaft hängt auch von eurer Entscheidung ab. Der 26.10.08 ist ein wichtiger Tag für die Zukunft Südtirols.
Abdel El Abchi
Interkultureller Mediator & B erater

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.